Psychologisch wird das menschliche Verhalten oft als Resultante unterschiedlicher Einflüsse untersucht. Das Museum für Psychologie untersucht umgekehrt, wie Menschen ihre Umwelt gestalten. Eine Reportage in einem durcheinander lesbaren Hypertext auf spanisch und deutsch. Von DIEGO ITURRIZA

 

Marica (Foto: Juan Tauil)
Marica (Foto: Juan Tauil)

Echos aus dem Landesinnern, die Travestie, das Queere, die psychedelische und urbane Folklore aus Buenos Aires und andere Musiken aus der ganzen Welt klingen in den Stücken von Sentime Dominga nach. Bald wird Operada, die erste Platte dieser Band, zu hören (und zu sehen) sein. Schon vor ihrem Erscheinen ist sie für die dissidente Szene der argentinischen Hauptstadt prägend: Ein mutierendes Set von selbstgeschriebenen Liedern, die sich mit transcreaciones abwechseln, in denen berühmte englischsprachige Stücke ins Spanischsprachige umgekippt werden. Damit tritt die Gruppe in die Arena. Das spielen sie bei ihren Auftritten, die nicht nur Konzerte oder Liederabende sind, sondern gleichzeitig etwas von Varieté oder Cabaret-Aufzügen haben.

1. Transkreationen

Am Anfang von Sentime Dominga standen ein paar Texte, die Juan Tauil (JT) geschrieben hatte und deren Musikalität schon „offenbar“ war. Er zeigte sie Valeria Cini (VC), die ihm als Komponistin und Interpretin verschiedener Musikprojekte half, daraus drei vier Lieder zu machen, die er dann seinen Eltern zu Weihnachten schenken wollte. Aber das Material begann zu mutieren und verwandelte sich in ein Liederprojekt. Zuerst entstanden „transcreaciones“ aus Stoffen anderer Leute wie den B52’s oder Gainsbourg, die Juan Tauil übersetzt und umformuliert hatte. Später kamen auch eigene Stücke hinzu.


…die erwähnten musikalischen Einflüsse: The B52’s, Serge Gainsbourg,
Los Redondos, Sandro, Jacinto Piedra, Nancy Sinatra und Lee Hazelwood

Zu früheren Zeiten verstand sich Juan Tauil als „periodista“ (Journalist), später als „chronista“ (Chronist) und jetzt sagt er, er sei „Zeuge eines Moments, einer Situation“: „Das ist Sentime Dominga: eine Zeugin – zum Beispiel für das, was im Fernsehen kommt, eine Kritik an dem, was wir zur Zeit in Argentinien medial konsumieren. Wir sind eine Zeugin für diese Operationen. Die Wurzeln sind vielfältig: in dem Lied „Chamán“ (Schamane) kann man Los Redondos hören, Sandro, Nidos de Fuego. Es gibt Sachen von Jacinto Piedra, den B52’s, Nancy Sinatra y Lee Hazlewood, also Sachen, die ich den ganzen Tag irgendwo höre. Viele Lieder sind Chroniken von Momenten oder Lebensbilder von Menschen, denen wir nur etwas Musik hinzugefügt haben, die wir musikalisch begleiten.“ (JT)

Begleitmusik ist aber eigentlich etwas anderes,“, erwidert Valeria Cini, „sie funktioniert anders, hat andere Regeln. Wenn du fragst, ob Sentime Folklore, Pop oder Rock ist: es hat von allem etwas. Es ist tellurisch, es ist lysergisch, es ist Folk! Mir sind ja im Musikalischen keine Grenzen gesetzt. (Also ich rede von der Musik, weil ja Juan das Poetische gestaltet.) Sentime ist zeitgenössisch, aber gleichzeitig hat es viel dauerhaftes, so wie ein Klassiker. Wie Gainsbourg… Er gehört zwar zu einer bestimmten Epoche, aber du tanzt heute auch zu seiner Musik. Als unabhängige Künstler suchen wir nicht etwas, was gut klingt, sondern versuchen, das weiter zu entwickeln, was wir eigentlich erzählen wollen. Wir halten uns an keine andere ästhetische Vorgabe als an das, was wir erzählen wollen. Wenn man so spielt verliert das nicht an Aktualität, es gewinnt eher eine Dauerhaftigkeit. Und dadurch entsteht das Unzeitgemäße.“ (VC)

Auch Veroki Barrera (VB), die Perkussionistin, und Itu Itulain (II) am Bass machen Sentime Dominga lebendig. „Valeria Cini hat mich eingeladen und meinte, das sei ein Projekt, bei dem sie sich vorstellen kann, dass es mir Spass machen könnte. Mir hatte an Sentime gefallen, dass es etwas Offenes ist, wo ein persönliches Wachsen möglich ist. Ich bin in einem Dorf in der Nähe von Comodoro Rivadavia geboren worden und bin in Esquel aufgewachsen, bis ich mit 19 nach Buenos Aires kam.“ (VB)

Musikalisch sind wir mit unseren Proben und Auftritten immer weiter gewachsen und jede_r von uns Vieren in der Band ist so wie sier ist. Jede_r bringt eine eigene Ästhetik ein, hat einen eigenen Bereich und schmückt ihn aus“. (VB)

Wir haben uns ständig weiter entwickelt und arbeiten jetzt schon seit zwei Jahren zusammen. Der kreative Prozess läuft einfach kollektiver, wenn wir unseren Sound beständig weiter bearbeiten. Denn auch wenn Juan die Texte beiträgt und Valeria die Musik setzt, entsteht doch auch eine Musikalität in der Gruppe. Meistens sind ja die, die singen, auch die, die komponieren. Bei uns sind es schon mal zwei Personen, die sich zusammentun und einen guten Klang erstellen oder sich auf die Suche danach machen. Und dann tauchen wir, der Bass und die Perkussion, auch auf und helfen mit. Bass und Perkussion sind die Erde, Gesang und Gitarre sind die Luft.“ (VT)

„Musikalisch sind wir mit unseren Proben und Auftritten immer weiter gewachsen und jede_r von uns Vieren in der Band ist so wie sier ist. Jede_r bringt eine eigene Ästhetik ein, hat einen eigenen Bereich und schmückt ihn aus“. (VB) Sentime Dominga, das sind (v.l.n.r) Juan Tauil (Mutteridee, Texte, Gesang und allgemeine Konzeption); Valeria Cini (Komposition, musikalische Konzeption, Gesang, Gitarre, Arrangement); Itu Itulain (Bass) und Veronika Barrera (Perkussion, Südwindbrise)

2. Die Welt benennen

Auf musikalische und poetische Art bringen wir etwas zur Sprache. Bei manchen Leuten kommen unsere Bezugnahmen auf Santiago del Estero an, anderen Leuten fallen andere Sachen auf. Der ökologische Ansatz von Sentime Dominga ist das Nennen von Pflanzen, von Tieren, Orten, Kämpfen, Sagas, Schwulen, Transen, Lesben, Transmenschen – das schafft eine Empathie mit der benannten Welt, nämlich unsere Empathie und die von all denen, die uns zuhören.“ (JT)

Wir halten die Wildnis für einen Teil von uns. Aber wir sehen, wie super desintegriert die Natur ist, abgespalten, als ob auf der einen Seite die Menschen existierten und auf der anderen die Tiere und der ganze Rest. Wir machen zwar keine Lieder, in denen es heißt ‘dreh den Wasserhahn zu wenn du dir die Zähne putzt’ – Aber wir halten uns dran. Wir sind auch keine Vegetarier, aber zu Bio-Lebensmitteln stehen wir schon.“ (VC)

3. Operada*         (*operiert, bearbeitet, gesteuert, durchwirkt)

Die erste Platte von Sentime Dominga heißt so, weil wir alle bearbeitet werden, von diesem System, das uns glauben macht, dass wir es uns ausgesucht hätten. Stattdessen sind wir ein Operationsfeld, dass sie die ganze Zeit beackern. Operada auch deshalb, weil uns viele Kulturen beeinflußt haben – Wir sind viele Kulturen. Wir sind überoperadas: man glaubt man würde seine Kleidung selbst auswählen, dabei wurde sie für einen schon auf Jahre hinaus vorbestimmt. Aber dann kommen wir mit dem queeren Element, und das ist inoperable – nicht zu bezwingen.“ (JT)
An den Aufnahmen haben viele Leute teilgenommen, weil sie von den Liedern begeistert waren: Juana Chang, Pepi Dillon, Gaby Bex und Camilo Carabajal sowie einige andere.
Auf Operada und bei unseren Auftritten geht es darum, etwas richtig gut durchblutetes zum Leben zu erwecken, und da treten dann all diese Kulturen hervor und all die operaciones werden sichtbar.“ (JT)

…zum Reinhören: Operada: Albumquerschnitt /
…haben auf dem Album mitgewirkt: Juana Chang, Pepi Dillon, Gaby Bex, Camilo Carabajal

 

Marica, Baúl, Bombo (Foto: Juan Tauil)
Marica, Baúl, Bombo (Foto: Juan Tauil)

4. Sentime Dominga und ihre Beziehung zur Folklore

Buenos Aires ist so kosmopolitisch, dass viele Sachen aus dem Inland, die zu Buenos Aires eigentlich genauso dazugehören, von anderen Kulturen so zugebombt werden, dass sie sich verlieren. Es ist als ob die Folklore uns nicht gehören würde. Aber ich bin mit Zamba und Folklore aufgewachsen. Das ist das, was bei mir zuhause aufgelegt

wurde, wenn gefeiert wurde. Dazu kommt noch die Mundart, die ich gerade von Juan lerne, die Geschichten von el Cacui, die Mythen und Legenden.“ (VC)

Als ich den Text zu „Travesti Toba“ sah, wollte ich auf der Stelle eine Chacarera schreiben. Es war, als ob ich „Nimm das!“ zur Folklore sagen würde, „Ich spuck dir eine Transvestiten-Chacarera ins Gesicht!“ So eignen wir uns die Folklore an, die immer rechts oder reaktionär war. Obwohl es auch Folklore von weit links gibt, war sie doch

aber nie queer oder trans. Und das bedeutet, wir eignen uns das an, wovon wir eigentlich auch ein Teil sind.“ (VC)

Camilo Carabajal hörte diese Arbeit und nahm daraufhin zwei Lieder mit uns auf. Und auch wenn er kein reiner Folklorist ist, kommt er doch aus dieser Ecke. Und wenn er was mit uns aufgenommen hat, dann weil es ihm gefällt!“ (JT)

Einen Cuchi Leguizamón hätte es in der Stadt niemals geben können. Was mich angeht, ich höre nicht viel spanischsprachige Musik. Ich hatte mit Atahualpa Yupanqui angefangen, el Cuchi, die Lieder sind zwar schön, aber da gibt es keine neuen Kompositionen. In Sentime sehe ich eine Fusion aus el monte und der Stadt. Juan versetzt dich mit seinem Wesen oder ich weiss nicht womit einfach in die monte santiagueño.” (II)

Die Folklore ist ziemlich selbstreferentiell: der, der das Lied schreibt, erzählt aus seinem Leben. Bei uns ist das auch so. Ich mache Folklore und erzähle etwas dabei – etwas, was mir im Leben passiert ist, eine Begegnung mit jemand, einen Moment. Zum Beispiel von diesem speziellen Moment hier, wo Susy Shock und Marlene Wayar im Text auftauchen.” (JT)

 

Camilo Carabajal / Cuchi Leguizamón / Atahualpa Yupanqui /
Susy Shock / Marlene Wayar / Haroldo de Campos

 

Foto: Sentime Difusión

5. Das Trans-Element

Wenn JT Texte oder Lieder von anderen bearbeitet und wir sie uns dadurch aneignen, indem wir ihnen eine neue Form geben, dann geben wir ihnen auch ein neues Leben durch diese transcreación des Textes. So hat das mal der brasilianische Dichter Haroldo de Campos gesagt. Trans und Travesti passen deshalb genau auf Sentime Dominga.

Bis hin zum Konzept: ein bischen macht eine Transperson das. Sie bearbeitet das Material, aus dem sie ist, und kreiert sich neu. Wir sind alle ein bischen so.” (VC)

Auf jeden Fall vollziehen wir mit der Fusion von Trans und Folklore eine Wende und eine Kritik. Susy Shock kritisiert auch. Und wenn sie mit Leuten aus den pueblos originarios (Urbevölkerung) spricht, erklärt sie denen die Dinge ganz klar. Denn es ist doch auch eine Form von Diskriminierung, ihnen nicht genau zu sagen, was hier passiert. Das ist doch abschätzig und paternalistisch ihnen gegenüber.

Marlene Wayar macht dasselbe. Sie besorgt sich die Chroniken über die von den spanischen Konquistadoren ermordeten Trans Indígenas. Vor der Conquista gab es viele Trans in den Indígena-Gemeinden und sie hatten dort auch ihren Platz. Bei den Chroniken spielt noch ein externer Akteur eine Rolle – die katholische Kirche (fügt VC hinzu)-, die vorbeikommt und Sachen löscht. Aber auch die Dorfgemeinschaften haben diesen Teil ausradiert. Das Lied “Travesti toba” kritisiert mit viel Liebe und Respekt dieses Vergessen der eigenen trans Töchter und Söhne bei den Völkern.” (JT) Die Schamanen (ein Song von SD heißt “Chamán) waren trans. Sie transformierten sich zu Frauen, um mit la Pacha in Kontakt zu treten.” (II)

In pink: Die Provinz Santigo de Estero  In pink: Die Provinz Santigo de Estero

Links in pink: Die Provinz Santigo de Estero

 

6. Die heimliche Provinz

Santiago de Estero, die Provinz, in der Juan Tauil geboren wurde, ist heute eine der ärmsten Regionen Argentiniens. Es ist ein Gebiet, das bei der Etablierung des argentinischen Selbstverständnisses ignoriert wurde. Deshalb verfügt es heute über eine große Bandbreite von Traditionen, Erzählungen und Stoffen, die die verschiedenen Ausrottungen, die mit den spanischen Konquistadoren begannen, überlebt haben. “Über weite Teile des 20. Jahrhunderts wurde Santiago de Estero von der Zentralregierung als lebensfeindliche Provinz eingestuft. Das erwies sich auch als ganz nützlich für sie, weil es so für sie einfach war, die Provinz zur Arbeitskräftelieferantin für den Rest des Landes zu machen. Vor allem Arbeiter und Dienstmädchen wurden gebraucht, besonders für Buenos Aires, die Hauptstadt.” (JT)

Aber trotzdem – auch wenn Santiago de Estero laut der UNO auf Platz zwei der argentinischen Provinzen mit dem niedrigsten “menschlichen Entwicklungsindex” (HDI) ist, ist der Rest der Welt in das Mysterium von Santiago eingesickert: “Während meiner Kindheit, in dem Club in meinem Dorf Fernández, hatte jemand eine Platte von Serge Gainsbourg und hat sie für jede Modenschau aufgelegt. Außerdem hatte jemand festgestellt, dass, als ich noch klein war, sämtliche Musik auf Canal 7 de Santiago de Estero von Kraftwerk war. Ich bin also mit dieser Musik aufgewachsen.” (JT)

Sentime auf der Bühne (Foto: ???)
Sentime auf der Bühne (Foto: Sentime Difusión)

7. Bei den freisten 0,003 Prozent der Welt

Die gewaltige Energie, die Sentime Dominga bei ihren Auftritten entfaltet, sollte als ein Name der Freiheit gelesen werden. Und nicht umsonst zählen sich die Bandmitglieder selbst zu den 0,003 Prozent der freieren Menschheit.

Ja, ich bin frei, mit all den Beschränkungen, die wir Menschen haben. Ich glaube schon: ich arbeite an dem was mir gefällt, lebe mein Leben in Freiheit und Sichtbarkeit und das, was ich denke, stimmt mit dem, was ich tue, überein. Freiheit ist auf jeden Fall relativ. Der Kampf für und die Suche nach Freiheit beschränkt dich auf bestimmte Orte, bestimmte Kreise, bestimmte Suchen. Ich bin ökonomisch nicht so frei, dass ich sagen könnte, es gäbe keine Beschränkungen für mich. Ich habe ein Lied, das “prisonera” (Gefangene) heißt, weil wir Frauen nicht frei sind. Wenn wir nicht selbst entscheiden können, ob wir eine Schwangerschaft abbrechen oder nicht, wenn es Gesetze gibt, die sagen, was wir mit unserem Körper machen dürfen, dann sind wir nicht so frei wie Männer. Und diese Gesetze wurden von Männern eingeführt.

Es schränkt dich strukturell ein, einen Frauenkörper zu haben. Es gibt dir nicht die Freiheit, in der dir dein Körper selbst gehört und deiner ist. Strukturell gesehen bist du als Frau eben eine Gefangene.” (VC).

Niemand ist frei. Aber man versucht, sich zu befreien. Sich auszudrücken ist, glaube ich, die beste Form, sich zu befreien und frei zu sein. Um völlig frei zu sein, müßte man an einem fremden Ort sein, ohne alles, auf alles verzichten, und sich mitten auf der Straße niederlassen.” (JT)

8. Deutschland, Kraftwerk (und Berlin)

Die argentinische Folklore ist selbst das Resultat aus vielfältigen Verschmelzungen. Camilo Carabajal zum Beispiel, Sohn des berühmten Peteco und halb zufällig in Europa geboren, hat uns neulich erzählt, wie die argentinische Folklore und die Musik aus Deutschland und Frankreich zusammenhängen.” (JT)

Wenn sie uns jetzt in Berlin sehen werden, könnten wir ein Stück von Kraftwerk machen.” (II) “Als ich noch klein war habe ich mal mal eine Doppelkassette von Kraftwerk geschenkt bekommen.” (JT) “Señor Coconut ist eine der besten Bands, die ich jemals gehört habe.” (II)

Peteco Carabajal / Kraftwerk / Señor Coconut

 

Liedtext zu “Somos”/”Wir sind”

(Letra: Juan Tauil, Música: Valeria Cini)

 

Somos sol, somos salinas, somos viento norte.

Wir sind Sonne, sind Salinen, sind Nordwind,

Somos luna inmensa sobre las vizcacheras,

Wir sind ein riesiger Mond über den Vizcacha-Bauen

Somos pájaros en el aire, las manos de una madre

Sind Vögel in der Luft, die Hände einer Mutter

Somos cáctus y jilgueros, tucu tucus, vinalares…

Sind Kaktus und Stieglitze, Tucu Tucus, Vinalares

Somos coyuyos, somos mantras de chicharras

Sind Coyuyos, sind die Mantras der Zikaden

Somos wayra muyus que a los cielos se levantan

Wir sind Waira Muyus, die zum Himmel aufsteigen

Somos el padre de Atahualpa, Atahualpa…

Wir sind der Vater des Atahualpa, Atahualpa…

 

Somos rosquetes, tortillas, pan casero… empanadillas

Wir sind Krapfen, sind Tortillas, Hausbrot… Empanadillas

 

Somos asados interminables, del buen vino amantes

Wir sind unendliche Grillfeste, des guten Weines LiebhaberInnen

Somos alma mula, telesita, salamanca

Wir sind Alma Mula, Telesita, Salamanca

Somos canto, somos termas, somos Jacinto Piedra

Wir sind Gesang, sind Thermen, sind Jacinto Piedra

Somos de Europa, de Asia, de las Américas

Wir sind aus Europa, aus Asien, aus den Amerikas

Los indios que nos preceden en estas tierras

Die Indios, die uns auf diesen Ländern vorausgegangen waren

Somos migrantes, somos santiagueños,

Wir sind MigrantInnen, sind Santiagoer

Estamos por todas partes…

Wir sind überall…

Somos calor insoportable, somos sequía extrema

Wir sind unerträgliche Hitze

También somos gato, escondido y chacarera

Wir sind auch Gato, Escondido und Chacarera

Somos traviesos juegos a la hora de la siesta

Wir sind freche Streiche in der Mittagspause

Tusca, algarroba y mistol, guazunchas y gallaretas.

Tusca, Johannisbrotbaum, Mistol, Guazunchas und Wasserhühner.

 

Somos la sangre de los pumas derramada

Wir sind das vergossene Blut der Pumas

Somos yanarca, cacuy y abejas kellas

Wir sind Nachtschwalbe, Kakuy und Kella-Bienen

Somos aire fresco, nubes bellas… nubes bellas…

Wir sind frische Luft, schöne Wolken… schöne Wolken

 

Somos Sixto, somos Manzi, los Sosa de Matará

Wir sind Sixto, sind Manzi, die Sosas von Matará

Los de Suncho, los de Forres, Fernández, Ojo de agua y Beltrán.

Wir sind die aus Suncho, die aus Forres, Fernández, Ojo de agua und Beltrán.

Somos alegría, somos tristeza, somos subterráneos, somos energía…

Wir sind Freude, sind Traurigkeit, sind Unterirdische, sind Energie

Somos ríos de agua dulce con playas de arena

Wir sind Süßwasserflüsse mit Sandstränden

Somos quebrachales sin fin que se pierden en la selva… que se pierden en la selva…

Wir sind unendliche Quebracho-Wälder, die sich im Urwald verlieren… sich im Urwald verlieren

Sentime singt Somos

 

Folclore Trans Argentino: Sentime Dominga

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